Esmeraldaa´s Tipps bei Haarausfall

Esmeraldaa´s Tipps bei Haarausfall
Esmeraldaa

27.Juni 2014

Ich war das erste Mal nach der Geburt meines ersten Kindes mit dem Thema Haarausfall konfrontiert. Der Blick auf die Haarbürste war damals ein echter Schreck für mich, da ich mir anfangs auch nicht erklären konnte, warum mir soviele Haare ausfielen.  Mein Arzt hat mir dann erklärt, dass während der Schwangerschaft das weibliche Hormon Östrogen verstärkt produziert wird und dies wirkt sich meistens auch positiv auf den Haarwuchs aus. Nach der Geburt des Kindes normalisiert sich jedoch der Östrogenhaushalt wieder und dies kann kurzfristig zu Haarausfall führen. Im Regelfall hört der Haarausfall jedoch nach ein paar Wochen wieder auf und Frau hat wieder dieselbe schöne Haarpracht wie vor bzw. während der Schwangerschaft. Doch nicht nur nach der Schwangerschaft kann es zu Haarausfall kommen, wobei man hier zwischen „normalem“ und krankhaftem Haarausfall (genannt „Alopezie“) unterscheidet.

Im Schnitt fallen jedem Menschen pro Tag 70-100 Haare aus, was jedoch nicht sichtbar wird, da die Haarwurzeln normalerweise in der Kopfhaut verbleiben und wieder nachwachsen und dadurch die ausgefallenen Haare ständig ersetzt werden. Sofern jedoch über einen längeren Zeitraum täglich mehr als 100 Haare ausfallen, spricht man von permanentem und in der Folge auch sichtbaren Haarausfall. Auf Netdoktor findet sich eine gute Übersicht über die Ursachen, Arten und die möglicherweise dahinter stehenden Erkrankungen von Haarausfall.  Doch was kann man vorbeugend gegen Haarausfall tun bzw. welche Maßnahmen helfen wirklich bei Haarausfall?

Zuallererst gilt natürlich: nur gesundes Haar wächst – dh Haare müssen immer gut gehegt und gepflegt werden, um auch wachsen zu können. Dazu hier nochmal meine Tipps für die richtige Haarpflege und auch für das perfekte Haarstyling!

Haare sind ein Teil des Körpers und die Grundvoraussetzung für einen gesunden Körper UND damit verbunden auch ein gesundes Haarwachstum ist eine gesunde und vor allem ausgewogene Ernährung, durch die dem Körper alle – auch für das Wachstum der Haare – erforderlichen Vitamine (insbesondere Vitmamin H, Vitamin D und B-Vitamine), Spurenelemente und Mineralstoffe (Eisen, Zink, Eiweiß, Jod, Selen, Calcium uva.) zugeführt werden.

Um nicht noch mehr Haare auszureißen, ist es besser, die Haare mit einem grobzinkigen Kamm (bevorzugt aus Holz) zu kämmen, als mit der Bürste. Dazu sollte man die Haare vorsichtig und strähnenweise, von unten anfangend entwirren.  Grundsätzlich sollte man eigentlich nur das trockene Haar kämmen, da im nassen Zustand die Haarschuppen noch nicht ganz anliegen, wodurch die Haare noch leichter verknoten und das Haar ist im nassen Zustand noch etwas dehnbarer ist und leichter beschädigt werden kann.

Sollte es jedoch trotz ausgewogener Ernährung und ausreichender Haarpflege über einen längeren Zeitraum zu Haarausfall kommen, so ist umgehend ein Arzt bzw. im speziellen Fall ein Hautarzt aufzusuchen. Je nach Ursache des Haarausfalles, gibt es unterschiedliche Therapiemöglichkeiten. Fakt ist jedoch, dass bei der häufigsten Form von Haarausfall – nämlich dem erblich bedingten Haarausfall (genannt „Androgenetischer Haarausfall“) – der Ausfall der Haare nie vollständig rückgängig gemacht werden kann, sondern er lediglich eingedämmt bzw. kaschiert werden kann. Es gibt mittlerweile unzählige Arzneimittel, Kosmetika, Haarelixiere, Shampoos und Haarkuren, die versprechen gegen Haarausfall zu wirken, doch fehlt bei den meisten dieser Mittel bis dato jeglicher wissenschaftliche Nachweis.

Sofern der Haarausfall wirklich durch keine Maßnahme gestoppt werden kann, gibt es zB die operative Möglichkeit einer Haartransplantation, wobei es auch hier unterschiedlichste Methoden und Techniken gibt.

Weitaus kostengünstiger und weniger aufwändiger ist es jedoch den Haarausfall zu kaschieren. Dies kann bei Frauen zum Beispiel mit einem neuen, meist kürzeren Haarschnitt, erfolgen, welcher die Haare optisch mehr und fülliger aussehen lässt. Wenn die Haare lichter werden und dadurch die Kopfhaut sichtbar wird, kann eine Hellerfärbung der Haare dazu führen, dass durch den geringeren Farbkontrast das Durchscheinen der Kopfhaut nicht mehr so stark auffällt.

Eine weitere Möglichkeit, den Haarausfall zu kaschieren, ist eine Haarverdichtung (sofern Resthaare vorhanden sind) oder die Verwendung von Haarteilen oder Perücken. Besonders durch den Gebrauch von Echthaar sehen diese heutzutage erhältlichen Haarteile und Perücken großteils sehr „echt“ und natürlich aus – der von weitem als solcher erkennbare „Peppi“ hat, dem Styling-Gott sei Dank, längst ausgedient :-). Echthaar-Perücken ermöglichen den Trägerinnen ein besonders authentisches Tragegefühl und zeichnen sich durch eine lange Haltbarkeit und natürliche Eigenschaften aus. Sie können wie das eigene Echthaar auch gefärbt, geglättet oder gelockt und individuell geschnitten werden.

Die radikalste Variante um den Haarausfall zu kaschieren, ist – vorwiegend bei Männern – eine Rasur des ganzen Kopfes, wobei mir persönlich dieses „Styling“ sehr gut gefällt und Mann damit eigentlich nicht falsch liegen kann. Besser alles wegrasieren, als die Resthaare stehen lassen oder – noch schlimmer!!! – diese gar wachsen lassen, um sie dann über die Glatze kämmen (die berühmt berüchtigte Opa-Frisur :-) )!

Haarausfall ist definitiv etwas sehr Unangenehmes ist und bei manchen Menschen kann er möglicherweise auch mit psychischen Auswirkungen einhergehen. Doch Mann bzw. Frau sollte sich immer vor Augen halten, dass es bei Haarausfall „nur“ um den Verlust von Haaren geht und dass es soviele wichtigere Güter wie Gesundheit, Zufriedenheit, Liebe etc. gibt, die unser Leben lebenswert machen!

In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes und sommerliches Wochenende und genießt euer Leben – egal ob mit oder ohne Haare :-)!

Eure Esmeraldaa

 

 

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